Adobe Flash Catalyst

Seit langem gibt es eine große Lücke, die in der Medienproduktion zwischen Designern und Entwicklern herrscht. Insbesondere im Screendesign gehen die Meinungen des machbaren auf beiden Seiten desöfteren mal auseinander. Der Designer möchte beispielsweise gerade dort einen Button im Layout platzieren, wo der Entwickler die meisten Schwierigkeiten für die Umsetzung der Interaktionen sieht. Solche und noch viele andere Beispiele führen dazu, das der Entwicklungsprozess gebremst wird.

Flash Catalyst, ein gerade in Entwicklung befindliches Tool von Adobe setzt genau an dem Punkt an und versucht die Lücke zwischen Designer und Entwickler zu schließen. Als eigenständiges Tool kann man mit Flash Catalyst, vorgefertigte Layouts die man mit Produkten der Creative Suite 4 designed hat, darunter z.B. Photoshop, Fireworks oder Illustrator, in funktionierende Internet,- oder Desktopanwendungen umwandeln. Rich Internet Applications, kurz RIA, für den Desktop oder eben fürs Web sind damit kein Problem mehr.

Als Designer kann man nun bequem das gerade erstellte Photoshop-Layout, z.B. ein Screendesign für eine Website in Catalyst importieren und die einzelnen Ebenen mit Interaktionen versehen (Buttons, Checkboxen, Textfelder usw.). Dabei ist einem die Benutzeroberfläche von Flash Catalyst hilfreich, ähnelt sie doch der Benutzeroberfläche von Photoshop. Nach und nach kann man sich so seine eigene Anwendung “zusammenklicken” und als Rich Internet Application (SWF) oder Desktop-Anwendung (Adobe Air) veröffentlichen.

Sicherlich fragen sich jetzt alle Flasher und Flexer ob sie nun arbeitslos werden, da ihnen ja anscheinend Flash Catalyst die Arbeit abnimmt? Die Antwort ist ganz klar nein. Internet,- und Desktopanwendungen sind so vielfältig wie die Ansprüche an die jeweiligen Anwendungen. Und genau hier muß Catalyst passen, denn es werden zwar viele grundlegende Funktionalitäten bereitgestellt, wie unter anderem Transitions, also Tweens für Movieclips oder die verschiedenen Zustände für Buttons (RollOver, RollOut, Click etc.), aber darüber hinaus gibt es eben auch viele Problemstellungen die Flash Catalyst nicht bewältigen kann und wo nach wie vor ein Flash,- bzw. Flexentwickler benötigt wird.

Und hier setzt dann auch das Konzept von Flash Catalyst an, denn beim veröffentlichen der Anwendung wird ein XML-Austauschformat (FXG) erzeugt, das mit dem Flexbuilder ohne weiteres von Flash,- bzw. Flexentwicklern genutzt werden kann. Somit wird der Designer zwar auch zum Entwickler, aber eben nur in begrenztem Maß und dem eigentlichen Entwickler wird Arbeit abgenommen.

Sicherlich wird sich dieses Prinzip in Zukunft durchsetzen, spart man doch damit ungemein Zeit und viel Verwirrung innerhalb des Entwicklungsprozesses. Der Designer kann seine Ideen schon im Vorfeld teilweise selber umsetzen und der Entwickler verleiht der jeweiligen Anwendung im Anschluss die benötigte Funktionalität.

Weiterführende Links:
Adobe Labs – Flash Catalyst
Screenshots – Flash Catalyst

Kostenloses Videotraining für Flash CS4

Auf der Galileo Press Website kann man sich aktuell einige kostenlose Video-Lektionen für Flash CS4 ansehen. In insgesamt 5 Lektionen lernt man wichtige Neuerungen in Flash CS4 kennen, die sicherlich für den ein oder anderen Flasher interessant sind. Flash-Trainer Helge Maus behandelt dabei folgende Themen:

1. Schnellstart-Workshop [12:58]
2. Das 9-teilige Segmentraster [4:09]
3. Objekbasierendes Bewegungs-Tweening [10:10]
4. Inverse Kinematik mit dem Bone-Werkzeug [10:40]
5. Auf Webseiten verlinken [3:54]

Die insgesamt über 40 Minuten andauernden Video-Tutorials kann man sich kostenlos direkt auf der Galileo Press Website ansehen. Wer mehr zu Adobe Flash CS4 wissen möchte, kann sich darüber hinaus den kompletten Workshop auf Lern-DVD kaufen.

Flash RIA`s und Suchmaschinenoptimierung

Die Adobe Developer Connection hat einen neuen Bereich, der sich nun auch endlich mit dem Thema SEO und Flash beschäftigt. Aktuell findet man schon einige interessante Artikel, z.B. wie man Rich Internet Applications, kurz RIA`s, mit Flash oder Flex für Suchmaschinen wie z.B. Google optimiert. In Zukunft kommen sicherlich noch weitere interessante Artikel die sich mit dem Thema beschäftigen und somit auch endlich Wege aufzeigen, seine Flash-Applikationen SEO-tauglich zu machen.

Hier gehts zum Search Engine Optimization Technology Center.

Flash bald im TV

Mit dem neuen Medienprozessor CE 3100 von Intel sollen Webinhalte und Widgets auch bald auf dem Fernseher verfügbar sein. Der Prozessor wird Flash unterstützen und ist somit Intels erstes “System on a Chip” für Geräte der Unterhaltungselektronik.

Adobe und Intel arbeiten dafür gemeinsam an der Entwicklung, schließlich will Intel mit dem Chip Flash, Web und Fernsehen zusammenbringen. Yahoo kooperiert bereits mit dem Chiphersteller. Yahoo`s Widget Plattform soll dann ebenfalls zum Einsatz kommen.

Zum Einsatz kommt der Medienprozessor CE 3100 dann in Blue-Ray-Playern, digitalen Fernsehgeräten und Set-Top-Boxen. Mitte 2009 werden die ersten Chips mit einer vorerst optimierten Version von Flash Lite ausgeliefert.

Flash und Suchmaschinenoptimierung

Die Skepsis der SEO`ler, Webdesigner und Entwickler, Flash auf Ihren Seiten zu integrieren ist sehr hoch, da doch schon lange bekannt ist, das Flash und Suchmaschinen sich nicht sonderlich vertragen. Doch gibt es Neuigkeiten, die vielversprechend sind.

Adobe hat vor einiger Zeit Google und Yahoo eine Technik zur Verfügung gestellt, um Flash Dateien (.swf) besser indizieren zu können. Dabei handelt es sich um eine spezielle Version des Flash Players, mit denen die Suchmaschinen Spider wie virtuelle Nutzer durch den Flash,- und Flexcontent browsen. Somit wird z.B. auch nachgeladener Content (z.B. XML Dateien) erfasst.

Google setzt die neue Technik schon eine Weile ein, die übrigens mit allen SWF Dateien unabhängig von ihrer Version funktioniert. Yahoo müßte bis dato ebenfalls nachgezogen haben.

Entwickler müssen dabei keine speziellen Vorkehrungen treffen, damit eine SWF Datei indiziert wird. Es wird jedoch empfohlen, sich mit dem Thema Deep Linking zu beschäftigen.

Quelle: Adobe Developer Center

Flash Player 10 Verbreitung

Laut den Zahlen von Adobe zur Verbreitung des Flash Player 10, verfügen mittlerweile zwischen 55 und 60% der weltweiten Nutzer über den aktuellen Flash Player. Damit nähert er sich langsam aber sicher der Verbreitung von Flash Player 7 – 9, deren Verbreitung derzeit bei ca. 98% liegt.

Stand: Dezember 2008

Flash fürs iPhone

Apple und Adobe arbeiten laut einem Bericht des Flashmagazines nun endlich an der Fertigstellung des Flash Players für das iPhone. Lange Zeit war dies ein großes Manko des iPhones und wurde oft in diversen Communitys belächelt.

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