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Online Marketing Basics
 

Buy, Buy Baby – Online Marketing Basics

Themenreihe: Von Webdesign bis Online Marketing – Mit digitaler Kommunikation durchstarten

Egal wie gut man mit der eigenen Webseite und Verlinkungen arbeitet, auf der Suche nach Kunden kommt man um Online Werbung nicht herum. Bäh, Werbung – da kräht kein Hahn mehr nach! Ach, wirklich? Online Marketing bietet vielfältige und interessante Einsatzmöglichkeiten – gemeinsam mit Big Data und immer genaueren Targeting Möglichkeiten gibt es hier kaum Streuverluste. Herkömmliche Fernseh- Print- oder Radiowerbung, konnte und wird das nie in diesem Umfang leisten. Welche das nun wären, wollen wir uns jetzt mal genauer anschauen.

Suchmaschinenwerbung – so einfach wie genial

Suchmaschinenwerbung (SEA) gehört zusammen mit Suchmaschinenoptimierung (SEO) zum Suchmaschinenmarketing (SEM). Dass das eine eigenständige Rubrik ist, sollte verdeutlichen, welchen Stellenwert die eingeblendeten Anzeigen besitzen. Gesehen hat sie jeder schon – man sucht nach dem neuesten Blogartikel über Webseitenentwicklung und die ersten Ergebnisse der Suche enthalten unter der URL die Info „Anzeige“. Genau das sind Werbeanzeigen der Suchmaschinenwerbung. So schnell wie du sie findest, kannst du sie auch für dich selbst nutzen. Mit Google Adwords legst du die Keywords fest, über deren Suche du gefunden werden willst, gestaltest die Anzeige über das Menü und legst anschließend dein Budget fest. Die Abrechnung erfolgt in der Regel mit CPC (Cost-per-Click, also pro angeklicktem Link). Da auf die Art natürlich keine Käufe garantiert sind, können solche Anzeigen zum Teil hohe Kosten mit sich bringen, weshalb sie für Anfänger meist nicht empfohlen werden. Geschickt angelegt bieten sie aber zumindest eine gute Sichtbarkeit.

Video Marketing – Youtube und Co.

Als Option zum klassischen Werbeclip bietet sich eine andere Suchmaschine an. Mit über 3,25 Milliarden gesehenen Video-Minuten monatlich rangiert Youtube insgesamt auf Platz 2 aller Suchmaschinen – direkt nach der Übermutter Google. Regelmäßig werden kurze Werbevideos vor dem eigentlichen Inhalt gezeigt. Diese bieten sich ebenfalls als Suchmaschinenwerbung an. Dabei ist es nicht wichtig, ob die Videos hochprofessionell oder selbstgemacht sind, auf den Inhalt kommt es an. Eine Produktvorführung, eine virtuelle Besichtigung der Produktionshallen und Werkstätten, persönliche Einblicke oder zufriedene Kunden – Originalität und Authentizität zeichnen die erfolgreichsten Spots aus.

Bezahlt wird hier CPV (Cost-per-View), wobei nur vollständig angesehene Videos berechnet werden oder weitergeleitete Zuschauer. Die Preise sind zwar recht hoch, dafür erhöhst du deine Bekanntheit deutlich schneller als über andere Portale.

Video Marketing
Ob professionelles Video oder selbstgemacht – Hauptsache interessant ist es.

Video-Anzeigen kann man aber prinzipiell überall einfügen. Dabei gibt es in der Regel zwei Hauptformen in unterschiedlicher Ausführung. Bei Linear Video Ads wird ein Werbevideo vor, während oder nach dem eigentlichen Inhalt eingespielt (pre-, mid- und post-roll). Die weniger bekannten Non-linear Video Ads hingegen unterteilen sich primär in Overlays, also Banner im Videoplayer, und Branded Player, welche die Werbung als Rahmen um den gewünschten Inhalt wiedergeben. Hierbei handelt es sich nicht um eigene Videos, sondern um statische Anzeigen, die sichtbar bleiben, sie zählen dennoch zu Video Ads. Die Bezahloptionen sind im Grunde dieselben wie bei der bekannteren Bannerwerbung.

Bannerwerbung – Tradition und Innovation

Altbekannt und beinahe allgegenwärtig ist nach wie vor die Bannerwerbung, also Werbebilder, Texte und Animationen, meistens an den Seitenrändern platziert. Beliebter ist es mittlerweile, gerade auf Mobilgeräten, HTML-Banner einzubauen, welche interaktive Auswahlmenüs oder Minispiele bieten. Durch Adblocker traten anfangs erhebliche Verluste auf, die Klickraten sanken auf unter 1%. Mittlerweile haben die Webseitenbetreiber aber reagiert und verweigern vielen Usern den Zugriff, solange Adblocker aktiviert sind.

Die Einbindung solcher Werbemaßnahmen erfolgt häufig über einen Festpreis, den TKP (Tausend-Kontakt-Preis). Dieser ist abhängig von der durchschnittlichen Besucherzahl. Alternativ werden aber auch CPC, CPL (Cost-per-Lead, Provision pro aufgerufener Seite und Kontaktaufnahme) oder CPS (Cost-per-Sale, also pro abgeschlossenem Kaufvorgang) als Provisionsbasis angeboten.

Neben den traditionellen Formen der Bannerwerbung gibt es aber auch reichlich neue Entwicklungen, wie beispielsweise fest auf der Webseite verankerte Micrositebanner, Streamingbanner oder multimediale Plug-ins.

Willst du aber nicht jeden Seitenbesucher ansprechen, sondern nach bestimmten Interessengruppen filtern, dann ist Social Media Marketing das richtige für dich. Dort kannst du Bilder, Animationen und Videos zielgruppengenau deinen Kunden und Interessenten präsentieren – aber Vorsicht, mit traditionellen Werbetexten wirst du hier nicht weit kommen!

Facebook und Twitter sind wohl die bekanntesten Vertreter, aber auch bei joborientierten Portalen wie Xing oder Linkedin kann sich das lohnen – nicht nur für den Verkauf, sondern auch, um neue Mitarbeiter zu gewinnen.

Soziale Plattformen bergen aber auch andere Risiken, da du dort reaktiv für dich werben musst. Das bedeutet, auf Kommentare und Bewertungen ein- und auch mit teils harscher Kritik umzugehen. Dafür benötigt es etwas Erfahrung und Kompetenz, sonst ruinierst du dir deinen Ruf.

Email Marketing – „Verpassen Sie nicht dieses einmalige Angebot“

Einen direkten Weg des Marketings kannst du mit einem Newsletter gehen – also sowohl Werbung als auch Neuigkeiten per Email, direkt an den Empfänger adressiert oder allgemein gehalten für ein breiteres Publikum. Einfach nur ein austauschbarer Text oder nette Bilder reichen hier nicht aus, der Newsletter muss ansprechend gestaltet sein und übersichtlich alle wichtigen Informationen enthalten. „Mehrwert bieten“ ist hier der Schlüssel zum Erfolg – weckst du Interesse, sicherst du dir eine bessere Position in den Ordnern der Empfänger.

Newsletter Marketing
Zu viel Post nervt! Dann lieber die eine Nachricht mit wichtigem Inhalt.

Zusätzlich ist ein CTA (Call-to-Action) beinahe verpflichtend. Das ist ein Handlungsaufruf, der entweder auf deine Webseite oder den beschriebenen Inhalt verlinkt und dem Adressaten signalisiert, ihn zu nutzen (wie beispielsweise in der Überschrift zu diesem Absatz). Zu beachten sind dabei die richtige farbliche Gestaltung, die Form, die Einbindung in den Newsletter, der Text… all das sind wichtige Kriterien und es erfordert schon etwas Erfahrung, einen guten Call-to-Action zu erstellen.

Einfach so Newsletter zu verschicken geht aber nicht. In Deutschland gibt es einige rechtliche Bestimmungen, die du beachten solltest. Die Einwilligung des Empfängers ist hierzulande über das Double-Opt-in-Verfahren geregelt, das heißt, dieser muss sich erst für den Newsletter anmelden und anschließend von seinem Emailaccount diese Anmeldung bestätigen. Der Empfänger muss auch wissen, wofür er sich da angemeldet hat und wie er sich wieder abmelden kann. Im Newsletter selbst müssen Betreff, Absender und Impressum klar erkenntlich sein.

Du solltest dir lieber genau erklären lassen, wie Newsletter funktionieren. Denn selbst wenn alles stimmt, kann es sein, dass du aufgrund deines Inhaltes im Spamordner landest – oder weil du viel zu viel verschickst. Je nach Kundengruppe lohnt es sich beispielsweise, Mails zu einer bestimmten Tageszeit oder nur am Wochenende zu verschicken.

Affiliate Marketing – praktisch für Außenseiter

Einen ganz anderen Weg geht wiederum das Affiliate Marketing, hierbei handelt es sich um ein leistungsbasiertes digitales Marketing auf Provisionsbasis, welches aus drei Elementen besteht.

Zuerst bist da du als Merchant, der Werbetreibende, der eine erfolgsabhängige Provision an den Affiliate zahlt, also dem Anbieter der Werbeflächen. Der wählt übrigens vor allem nach Attraktivität der Anzeigen aus, deshalb solltest du dir (wie eigentlich immer) genau überlegen, was du kommunizieren möchtest. Die Vermittlung erfolgt über Affiliate Netzwerke, die technischen Support, Leistungsmessung, Partnerprogramme und Server anbieten, natürlich ebenfalls gegen Provision. Auch hier sind die Zahlungsoptionen CPC, CPL und CPS, wobei letzteres vor allem für Gründer ohne feste Vertriebsstruktur interessant sein dürfte.

Affiliate Marketing ist hilfreich, wenn du dich in bestimmten Nischen bewegst, da du so deine Zielgruppe ohne Umwege erreichst. Hat man damit Erfahrung, besteht die Option der In-House-Verträge, wobei du direkt mit einem Affiliate statt mit dem ganzen Netzwerk einen Einzelvertrag aushandelst.

Fazit:

Online Marketing bietet spannende Einsatzmöglichkeiten und wird ständig weiterentwickelt und optimiert. Gerade hier gibt es so viele Möglichkeiten, dass wir nur die populärsten Beispiele oberflächlich betrachten konnten. Hinzu kommt die Entwicklung ständig neuer Hardware, wie bspw. Virtual Reality Brillen oder Sprachassistenten, die gänzlich neue Märkte eröffnen.

Aber egal für welche Werbestrategie du dich entscheidet, mit kreativen Ideen erreichst du nach wie vor jede Menge Leute. Aufgrund der teilweise hohen Kosten und des Aufwandes kann aber niemand ein Unternehmen führen und gleichzeitig digital vermarkten. Wie für fast alles gilt daher, für den Erfolg braucht man Fachpersonal mit Erfahrung.

Weitere Beiträge zu unserer Themenreihe „Von Webdesign bis Online Marketing – Mit digitaler Kommunikation durchstarten“:
Teil 1: Die eigene Website als Lockmittel
Teil 2: Bots vs. Bugs – Webseiten­optimierung
Teil 3: Zu mir oder zu dir – Wirksame Offpage SEO
Teil 4: 3, 2, 1…Website Relaunch
Teil 5: Buy, Buy Baby – Online Marketing Basics

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