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smavio: Transparentes Display zur digitalen Produktpräsentation

Ein Interview mit Ingmar und Daniel von Hansen World - den Machern hinter smavio.

Gibt es heutzutage, in einer Welt die scheinbar nur noch im Internet stattfindet, noch Innovationen, die auch dem stationären Handel zu Gute kommen? Das wollte ich genau wissen und habe deshalb Ingmar und Daniel von der Digitalagentur Hansen World gefragt. Sie haben smavio entwickelt, ein transparentes Display zur digitalen Produktpräsentation am Point of Sale.

Zunächst möchte ich mich euch aber kurz vorstellen: Ich bin Florian, 34 J. aus der Nähe von Wernigerode im schönen Harz. Als gelernter Einzelhandelskaufmann drehe ich momentan mein Berufsleben komplett auf links. Um mein Ziel „irgendwas am Computer“ näher zu formulieren, mache ich aktuell ein Praktikum bei den Jungs der Digitalgentur Hansen World in Quedlinburg. Das Schöne daran? Hier darf ich nicht nur Kaffeekochen und kopieren, sondern wertvolle Beiträge leisten und meinem Hang zum Schreiben freien Lauf lassen.

Mein erster Kontakt mit smavio.

Gleich am zweiten Tag meines Praktikums machte ich mich mit smavio vertraut. So stand ich vor einem interaktiven, in Hochglanz weiß lackierten, Schaukasten mit einem transparenten Display.

Transparent? Großartig! Ich kam mir vor wie Tom Cruise in Steven Spielbergs Zukunftsvision „Minority Report“. Als Liebhaber von Produkten mit dem abgebissenen Apfel fühlte ich mich vom Design gleich angesprochen und „wie Zuhause“. Edel!


Demopräsentation der smavio.box. (Quelle: www.smavio.de)

Die intuitive Bedienung des Touch Displays ist kinderleicht und verhält sich genauso wie am Smartphone oder Tablet. Swipen, scrollen, pinchen? Kein Problem! Alles geht flüssig von der Hand. Direkt hinter dem transparenten Display befindet sich das Produkt. Nein, keine Projektion, sondern das ECHTE Produkt. Die Box hat eine aufklappbare Rückseite, über die reale Produkte problemlos ausgetauscht werden können.

Das Produkt zum Greifen nah, und das Display bietet, durch die eigene Präsentationssoftware „smavio.apps“, einen echten Mehrwert. Die Bedienung ist leicht, selbsterklärend und macht Spaß. Ein echter Wow-Kasten! So stelle ich mir digitale Produktpräsentationen aus der Sicht des Kunden vor.

smavio – Das Interview.

„Wir kauften Monitore die ich in alle Einzelteile zerlegte, so dass ein transparentes Display übrig blieb.“

Was ist eure Vision hinter smavio?
Ingmar: Oh, ich hoffe ihr habt Zeit. Denn dazu muss ich etwas ausholen. Die Digitalisierung verändert ja momentan gefühlt jede Branche. Gerade jetzt in diesem Moment, entstehen überall auf der Welt neue digitale Geschäftsmodelle. Teilweise werden dabei Geschäftsprozesse „nur“ digital optimiert und teilweise werden ganze Märkte umgewälzt und durch disruptive Innovationen ersetzt. Als Digitalagentur beobachten wir diesen Trend natürlich ganz genau, denn auch für uns dreht sich die Welt sehr sehr schnell.

Wenn ich mir nun den zunehmenden Trend des Online Shoppings ansehe, dann stelle ich eins immer wieder fest: Die etablierten und erfolgreichen Unternehmen, reagieren extrem schnell auf Veränderungen und passen sich so dem Markt frühzeitig an. Wir haben uns daher vor einiger Zeit die Frage gestellt: Wieso ist das so? Und sind relativ schnell zu einer Antwort gekommen. Online Shops haben einen massiven Vorteil: Sie können massenweise Daten auswerten und so – vorausgesetzt die Daten werden sinnvoll interpretiert und genutzt – blitzschnell Ihr Sortiment an aktuelle Trends anpassen.

Unsere große Frage war also: Kann der stationäre Handel dem etwas entgegensetzen und wenn ja, Was? Ich kaufe mir selber gern mal online Klamotten und beobachte das auch schon einige Jahre. Na klar…online einkaufen ist einfach bequem, keine nervigen Verkäufer, kein Warten an der Kasse und wenn mein Paket dann kommt, habe ich alle Zeit der Welt zum an- und ausprobieren.

Hat der stationäre Handel also hier langfristig noch eine Chance? Wir sagen JA. Dazu muss die Branche aber insgesamt schneller umdenken. Hin zu einem digitalen Verständnis mit Mehrwert, in Form von Erlebnissen und weg von den alten ausgelatschten Pfaden. Digitale Produktpräsentationen und Informationssysteme schaffen dabei eine Vertrautheit, die der „gemeine“ Online Shopper bereits kennt. Keine Wartezeiten mehr und Informationen sind sofort abrufbereit. Die Menschen informieren sich heute weitestgehend selbst, das ist nun mal so. Mit Benutzeroberflächen die das Produkt zu einem Erlebnis machen, kann man Kunden im Geschäft begeistern und zu Käufern konvertieren. Für einen ersten Eindruck über ein Produkt, bis hin zur tatsächlichen Kaufentscheidung, haben diese Systeme also ein enormes Potenzial.

smavio - Das Interview mit Ingmar und Daniel
Es gibt viel zu erzählen. Florians Interview mit Ingmar und Daniel.

Unsere Vision hinter smavio ist nun, dem stationären Handel ein „Werkzeug für die Zukunft“ an die Hand zu geben. Ein Werkzeug um etablierte eCommerce Prozesse, gepaart mit einem echten Erlebnis, hinein in dein Geschäft oder deinen Showroom zu bringen. Der stationäre Handel kann eigentlich nur mit relevanten Daten und der Inszenierung einzigartiger Erlebnisse langfristig überleben. Und das Erlebnis fängt schon ganz klar damit an, nicht auf Informationen warten zu müssen. Stell dich vor die Box, schau dir an was das Produkt kann und lass dich überzeugen. Im Hintergrund laufen anonyme Userdaten (geplantes Feature, noch nicht verfügbar) zum Produkt zusammen, die dem Unternehmen sofort zur Verfügung stehen. Das hilft wiederum dem Unternehmen, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Stelle ich lieber Produkt A oder Produkt B ins Schaufenster? Nehme ich lieber dieses oder jenes Produkt für die Präsentation am Point of Sale? All diese Fragen lassen sich auswerten und helfen, schnellere und bessere Entscheidungen zu treffen.

Wie und Wann entstand die Idee zu smavio?
Ingmar: 2014 sollten wir eine App für ein transparentes Display auf einer Messe weiterentwickeln. Es war ein einmaliges Projekt für den Messeauftritt. Ein Produkt sollte daraus nicht entstehen. Ich war von der Idee jedoch so fasziniert und behielt sie im Hinterkopf. Sie lag dann auf Grund unserer anderen Agenturprojekte einige Jahre auf Eis. Als Digitalagentur entwickelst du dich aber ständig weiter und so nahm das Ganze dann 2017 wieder Fahrt auf.

Wann habt ihr das erste transparente Display gebaut?
Daniel: Das war auch 2017. Ich bin privat Bastler und arbeitete gerade an einer Möglichkeit, einen Spiegel mit einer Displayanzeige zu verbinden. Da kam die Projektidee von Ingmar gerade zum richtigen Zeitpunkt und ich konnte meiner Bastelleidenschaft neues Feuer geben. Anschließend ging alles recht schnell: Wir kauften Monitore die ich in alle Einzelteile zerlegte, („Wie grausam…“, Anm. d. Verf.) so dass ein transparentes Display übrig blieb. Nach einigen schrottreifen Displays kam ich dann tatsächlich zu einem Ergebnis, das sich digital sehen lassen konnte. Mit viel Fingerspitzengefühl und etwas Übung wurde das Display transparent. Wir haben natürlich bei jedem neuen Versuch ordentlich geschwitzt. Am Ende hat es sich dann ausgezahlt.

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Der erste Prototyp des transparenten Displays. Eingebaut im praktischen IKEA Karton.

Wie sah der erste Prototyp dann aus?
Daniel: Für IKEA Möbel gibt es ja so einige Life Hacks im Netz, aber was immer hinten durch fällt, sind die krassen IKEA Kartons. :-) Ich nahm letztendlich einen Karton, schnitt Einsätze für Display und Beleuchtung hinein und setzte anschließend das transparente Display samt Beleuchtung ein. An das Display wurde ein herkömmlicher PC angeschlossen und fertig war der erste Prototyp. („Technik die begeistert!“, Anm. d. Verf.)


Es funktioniert. Der erste Display Prototyp im Einsatz.

Wie lange dauerte die Entwicklung bis zur heutigen Version?
Ingmar: Ende 2017/Anfang 2018 gingen wir auf die Suche nach Firmen, die das Gehäuse für smavio bauen konnten. Wir fanden schließlich einen Partner, der in der Lage war unsere Vision umzusetzen. Nach unzähligen Telefonaten, Skype-Sessions und Meetings hatten wir schlussendlich im Frühjahr 2018 unser Wunschergebnis im schneeweißen Metallkasten in einer handlichen, tragbaren Version mit eingebauter Recheneinheit und transparentem Display.

Der nächste Schritt war die Entwicklung unserer ersten Präsentationssoftware. Hier half unsere liebe Kollegin Julia mit. Gemeinsam entwickelten wir eine App mit dem Ziel, möglichst vielfältige Produktkategorien abzudecken. Das User Interface bedient sich dabei typischer Elemente eines Online-Shop Systems. Hier sind Produktseiten auch so entwickelt, dass Sie über Produkte jeglicher Art informieren können.

Herausgekommen ist dabei eine interaktive Produktpräsentation, die wirklich Spaß macht. Allein die kleinen interaktiven Details machen Lust darauf, sich mit dem Produkt im Schaukasten zu beschäftigen. Das Produkt als solches steht dabei im Vordergrund, unsere smavio.box umrahmt das ganze nur und liefert Mehrwert mit Informationen rund um das Produkt.

Was sind eure nächsten Schritte mit smavio?
Ingmar: Im Fokus steht natürlich die Weiterentwicklung der Hardware und Software. Wir möchten die Box noch verbessern und optimieren, dazu sind wir schon in Gesprächen mit unserem Partner. Auch die internen Komponenten wie Grafikkarte, Chip, RAM usw. versuchen wir möglichst immer an den aktuellen Stand anzupassen.

In unseren Augen ist die Software aber das A und O. Mit ihr steht und fällt die Akzeptanz für solche digitalen Präsentationssysteme. Aktuell haben wir eine Basis App zur Präsentation von Produkten entwickelt. Unsere sogenannte „starter.app“ wird kostenlos vorinstalliert. Bei jedem Produkttausch müssen wir hier aktuell noch selber ran und die App dem jeweiligen Produkt anpassen. Dazu bieten wir einen monatlichen Support Tarif an, der sämtliche Anpassungen beinhaltet. Mittel- bis langfristig sollen die Kunden aber die Möglichkeit haben, die Präsentationssoftware selber zu editieren. Dafür planen wir gerade eine Online Plattform.

Weiterhin planen wir Apps, die über das reine Präsentieren von Produkten hinaus gehen werden. Unsere Kunden sollen die Möglichkeit bekommen, genauso wie Online Shops, Daten auszuwerten. Stell dir vor du hast 2 neue Produkte aus der gleichen Kategorie in der Box. Die Box fordert nun vorbeigehende Kunden dazu auf, abzustimmen welches Produkt Ihnen besser gefällt. Im Gegenzug nehmen die Kunden im Laden bspw. an einem Gewinnspiel teil. Das schafft eine Win-Win Situation für beide Seiten: Der Händler bekommt wertvolle Daten zu Kundenmeinungen und der Kunde im Laden bekommt mit etwas Glück ein Geschenk dafür. Das ist aber nur ein Beispiel, wir haben da noch einige andere Sachen im Kopf.

Was wir uns auch wünschen würden, wäre ein Partner oder Investor der mit ins Boot kommt. Wir suchen also auf diesem Wege noch Menschen, die von unserem Produkt ebenso überzeugt sind wie wir und mit denen wir gemeinsam eine innovative Plattform schaffen werden, die dem stationären Handel langfristig zu Gute kommt! Meldet euch einfach bei uns, wir sind da ganz offen!

Wie seid ihr auf den Namen „smavio“ gekommen?
Daniel: Wir machten, jeder für sich, ein intensives Brainstorming und Keyword-Recherche zum Thema. Wir schrieben Wörter auf, die zum Produkt passten und daraus ergaben sich Wortkombinationen die wiederum andere passende Begriffe ergaben.

Ingmar: Dann wurden hunderte dieser Wörter in einem Excel Dokument gesammelt. Einige interessante Namen waren schon vergeben. Nach gemeinsamer Diskussion kristallisierten sich 20-30 Namen heraus. Eine finale Liste mit 10 potenziellen Namen wurde an unabhängige Personen ausgehändigt und jeder sollte 3 Favoriten auswählen. So kamen wir zu dem Ergebnis: smavio – Smart Vision Solutions.

Welche Anwendungsmöglichkeiten ergeben sich für Unternehmen?
Ingmar: Angefangen beim klassischen Einzelhandel, der seine Produkte auf eine ganz neue Art und Weise am POS präsentieren kann. Dann denke ich an Hersteller, die z.B. neue Produkte oder Konzepte mit Hilfe von smavio auf Messen präsentieren können. Eine Hotellobby kann mit smavio einen Informationsplatz über Sehenswürdigkeiten bereitstellen. Menschen verbringen notgedrungen sehr viel Zeit in Wartezimmern. Ein Arzt könnte bspw. verschiedene Behandlungsmethoden darstellen und 3D Objekte in smavio platzieren. Showrooms von Autohäusern etc., Pop-Up-Stores. Die Anwendungsmöglichkeiten sind so vielfältig wie das Gerät selbst. Digitale Produktpräsentation soll durch smavio eine neue Perspektive bekommen.

Fazit: Digitale Produktpräsentation zum erleben und anfassen.

Jetzt habt ihr einen Einblick „Behind the screens“ von Hansen World und smavio bekommen. Um meine Eingangsfrage nochmal aufzugreifen: Gibt es noch interessante Innovationen, die dem Handel zu Gute kommen? Davon bin ich überzeugt! Also liebe Leser, schaut euch das transparente Display genauer an! Denn es bietet hervorragende Möglichkeiten, digitale Produktpräsentationen auf ein neues Level zu heben. Weitere Informationen zu smavio findet ihr hier: www.smavio.de

Vielen Dank für eure Zeit, Florian.



Wer schreibt hier eigentlich?

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