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Was ist eine Landing Page?
 

Was ist eine Landing Page? Definition und Erklärung

Eine Homepage…kennst du, alter Hut. Aber was ist eine Landing Page (zu Deutsch „Landeseite“) – davon hast du sicher noch nichts gehört, oder? Bist du schon mal auf eine Webseite gestossen, die sich nur einem einzigen Angebot widmet? Mit großer Überschrift, einer kurzen Erklärung mit ca. 5-10 Fakten und einem auffälligen Button, auf dem „Jetzt kaufen!“ steht? Das ist eine Landing Page. Genau genommen handelt es sich hierbei um eine auf Angebot und Zielgruppe optimierte Webseite, die ihre Besucher zu einer bestimmten Aktion bewegen soll.

Was macht eine Landing Page?

Im Gegensatz zu herkömmlichen Webseiten und Onlineshops, auf denen Besucher mit zahlreichen Bildern, Informationen und Rabatten schlicht überrannt werden, widmen sich Landing Pages der präzisen Präsentation EINES Angebots, ohne Schnick Schnack oder Ablenkung. Die Zwecke sind dabei vielseitig – es muss nicht nur um Produkte und Dienstleistungen von Unternehmen gehen, sondern ebenso gut kann eine Landing Page zu einem Webinar einladen oder das neue, total hippe Gratis E-Book für veganes Super Food anpreisen. Auch die Vorstellung der neuen Webseite für einen Relaunch ist denkbar, um die Kunden auf neue Funktionen hinzuweisen.

Das Ziel dahinter ist klar: Die Landing Page ist dein Conversion Turbo, denn im besten Fall machst du aus den Interessenten dieser wertvollen Zielgruppe einen Neukunden oder erhälst neue Leads für deinen Newsletter. Daraus lassen sich weitere Maßnahmen ableiten, aber dazu später mehr.

Wie gestalte ich eine Landing Page?

Natürlich kannst du hier und da variieren, aber in der Praxis hat sich ein ähnlicher Aufbau von Landing Pages bewährt. Auf den ersten Blick erkennbar sind vier Bereiche:

Der Header bildet den Einstieg und muss in Sekunden über das Angebot informieren. Schaffst du es nicht, innerhalb kürzester Zeit den Mehrwert deines Angebots vorzustellen, ist der User wieder weg. Eine gute, aussagekräftige Überschrift ist hier schon die halbe Miete, denn was du in Form von Facebook Werbeanzeigen oder Google Adwords versprichst, musst du halten. Führe den Inhalt deiner Werbeanzeige also hier fort und gehe direkt auf die wichtigste Frage des Users ein: „Warum sollte dein Angebot ausgerechnet für mich relevant sein?“. Flankiert wird die Überschrift meist von einem so genannten Hero Shot, einem Bild oder Video, welches das Angebot und den Nutzen veranschaulicht.

Hast du die Besucher am Anfang deiner Landing Page überzeugt, folgt als nächstes eine nähere Erläuterung deines Angebots. Hier kannst du in einem kurzen Absatz über dein Angebot informieren und Bedenken aus dem Weg räumen. Hilfreich sind auch vertrauensbildende Elemente wie Qualitätssiegel und Zertifikate (natürlich nur zugelassene), Testimonials (Bewertungen und Meinungen von anderen Kunden) oder auch direkt eine Kontaktadresse mit Bild zum Kontakt. Durch die wiederkehrenden Betrugsversuche im Internet sind die meisten User sehr sensibel, zeig Ihnen also dass du es mit deinem Angebot wirklich ernst meinst.

Fakten bilden den dritten Bereich der Landing Page. Meist in Form einer Checkliste, gehst du hier kurz und knapp auf die Vorteile deines Angebots ein. Halte dich aber wirklich kurz und verliere dich nicht in zig Fakten, das ist kontraproduktiv und langweilt deine Besucher. Wenn möglich, reduziere die Vorteile deines Angebots also auf max. 3-7 Fakten. Natürlich ist das nicht immer möglich, schließlich gibt es sehr erklärungsbedürftige Produkte und Dienstleistungen. Hast du ein solches Angebot auf deiner Landing Page, dann versuche dich in deine Zielgruppe hineinzuversetzen, wie würde sie es beschreiben?

Nachdem deine Zielgruppe über dein Angebot informiert ist, geht es ans Eingemachte. Du willst schließlich Conversions mit deiner Landing Page erzielen und neue Kunden für deine Produkte und Dienstleistungen gewinnen. Dafür ist der Call to Action Bereich vorgesehen. Hier platzierst du dein Formular zusammen mit dem CTA Button und kannst nochmal kurz und knapp auf die wichtigsten Fakten eingehen. Dein Formular sollte dabei nur die notwendigen Daten zur Person aufnehmen. Denke daran, die Aufmerksamkeitsspanne deiner Besucher ist gering, daher achte auf kurze Formulare. Mit einem zusätzlichen Datenschutzhinweis schaffst du ein sicheres Gefühl bei deinen Besuchern, denn so weiß jeder dass du mit allen Daten vertraulich umgehst.

Dein Call To Action Button sollte nicht nur zum Kauf animieren, sondern an diesem Punkt auch den Gedankengang des Besuchers widerspiegeln. „Jetzt bestellen“ oder „Das will ich auch!“ sind Formulierungen, die den Besucher an die Hand nehmen und ihm sagen was er tun soll. Dein Landing Page Formular und insbesondere dein CTA sollten zudem farblich hervorstechen, hier musst du mit A/B Tests Kombinationen testen, um deine Conversionrate kontinuierlich zu verbessern. Pro Tipp: Mit limitierten Angeboten die du visuell als Counter umsetzt, schaffst du zusätzlich ein Dringlichkeitsgefühl. Ein limitiertes Angebot funktioniert aber nicht in allen Branchen, teste solche Optionen daher mit Bedacht.

landing page hero shot
Beispiel einer von Hansen World entwickelten Landing Page mit limitiertem Angebot, Kontaktformular, Call to Action und Testimonials

Von Text, Bild und Video über limitierte Angebote bis hin zu Testimonials kann man also alles einbauen, was dem Zweck dient. Auch mehrere CTA Bereiche sind möglich, um die Besucher an jeder Stelle des Kaufprozesses abzuholen. Wichtig ist dabei immer nur eins: Landing Pages sollten so kurz wie möglich und nur so lang wie nötig sein. Überlege dir daher im Vorfeld ganz genau, ob die Informationen zur Kaufentscheidung beitragen oder nur nette Beigabe sind.

Der genannte Landing Page Aufbau ist natürlich kein Muss, es gibt noch viele andere Möglichkeiten eine Landing Page individuell und kreativ zu gestalten. Grundsätzlich solltest du jetzt aber verstanden haben, dass der Aufbau immer der Absicht dienen sollte, Conversions für dein Angebot zu erzielen.

Tipps zur Landing Page Optimierung

Deine Landing Page ist online, die Werbeanzeigen sind geschaltet und du freust dich auf die ersten Leads, doch es passiert…nichts. Eine auch heute noch weit verbreitete Annahme ist, eine Webseite einmalig zu entwickeln und anschließend online zu stellen. Der Rest kommt schon von ganz alleine, denken sich viele. Doch diese Annahme ist schlichtweg falsch, denn bei der heutigen Vielzahl an Angeboten im Netz, gilt es Webseiten und insbesondere Landing Pages, fortlaufend zu beobachten und zu optimieren.

Weißt du wie deine Landing Page aktuell performt? Wie kommen deine Interessenten auf die Seite und wo verlassen sie sie wieder? Wie lang ist die Sitzungsdauer und wo wird geklickt? Wie oft kommt es überhaupt zu einem Kaufvorgang? Auf all diese Fragen solltest du eine Antwort haben, denn sonst läufst du Gefahr dein Geld zu verbrennen. Schließlich bewirbst du deine Landing Page mit Werbeanzeigen oder hast in Suchmaschinenoptimierung investiert. Irgendwann sollte der ROI (Return on Investment) sichtbar werden, alles andere wäre Zeit- und Geldverschwendung.

Für die Beantwortung dieser Fragen stehen dir diverse Hilfsmittel zur Verfügung. Als Unternehmer solltest du als erstes deine Mitarbeiter mit einbeziehen. Mach dazu eine Checkliste mit Punkten die dir wichtig sind und gib sie den Personen, die die Seite testen sollen. Probleme und Ablenkungen auf deiner Landing Page lassen sich so relativ schnell identifizieren und du kannst mit entsprechenden Optimierungen gegensteuern.

Alles soweit fertig? Nein. Auch wenn deine Seite nun scheinbar bereit ist, gibt es noch viel zu tun! Mit Google Analytics hast du nach kurzer Zeit einen Überblick, wie viele Besucher tatsächlich konvertieren. Um diese Zahl zu erhöhen, musst du deine Landing Page weiter optimieren. Das bedeutet, du prüfst verschiedene Designs mit einem A/B Test. Je nachdem wie jemand auf der Seite landet, bekommt er eine von zwei Versionen gezeigt. Vielleicht andere Farben für den Call to Action, ein leicht veränderter Aufbau, oder verschiedene Hero Shots.

Wichtig: A/B Tests solltest du auf keinen Fall planlos machen. Vor jedem Test steht eine Hypothese, quasi eine Begründung für die Änderung mit dem erhofften Ergebnis. Eine einfache Hypothese könnte z.B. lauten: „Ein roter Formular Button konvertiert 1,5% besser als ein blauer!“. Während der Tests helfen dir auch hier wieder verschiedene Tracking Lösungen. Sie zeigen dir wo geklickt wird, wann jemand deine Landing Page verlässt und sie liefern dir wichtige Kennzahlen für deine KPI`s (Key Performance Indicators).

Auf Basis dieser Informationen verbesserst du immer weiter die Performance deiner Landing Page. Die Conversion Rate liegt im Schnitt zwischen 2-4%. Mit Optimierungen lässt sich das noch steigern. Wirklich gute Landing Pages können hier weit mehr erreichen. Nach einigen Tests wirst auch du mit deiner Landing Page erfolgreich sein und ein Gefühl dafür bekommen, wie deine Zielgruppe tickt.

Weitere Vorteile einer Landing Page

Klar, Conversions sind und bleiben im Fokus, deine Landing Page soll schließlich verkaufen. Nebenher kannst du aber auch allgemein vom Traffic profitieren. Liegt die Seite nicht auf einer eigenen Domain, sondern ist an deine Webseite gekoppelt, nutzt sie erst deren Popularität und gibt diese an die Hauptdomain zurück, sobald sie öfter besucht wird. Selbes gilt für deine Fanseiten in sozialen Netzwerken. Abhängig von der Platzierung wächst dein Publikum.

Erinnerst du dich noch an die eingangs erwähnten Newsletter Leads? Nochmal: Die Zielvorgaben einer Landing Page sind vielfältig und könnten bspw. so lauten: „Mehr Abonnenten für unseren Newsletter generieren“. Konvertiert deine Landing Page und du bekommst regelmäßig neue Abonnenten, dann kannst du diese in dein Email Marketing implementieren. Der Vorteil ist klar: Die Landing Page Zielgruppe will etwas von dir. Die Wahrscheinlichkeit, sie zu einem Kauf zu animieren, ist viel höher als bei anderen Abonnenten.

Im Schnitt erzielen größere Unternehmen zwischen 10-15% Uplift dank Email Marketing. Weiterhin dienen dir alle Subscriber als Testgruppe, falls du…nein…sobald du weitere Landing Pages erstellst. Denn wenn du einmal die Vorteile erkannt hast und sich der Erfolg einstellt, wirst du weiterhin damit arbeiten wollen. Lass dich ruhig von erfolgreichen Landing Pages inspirieren, aber kopiere sie nicht. Nur weil du vielleicht in derselben Branche tätig bist, ist das noch lange kein Garant dafür, dass die gleiche Landing Page mit deinem Angebot funktioniert.

Fazit:

Wer bis jetzt nicht neugierig ist, der vergibt eine fantastische Chance. Landing Pages kurbeln deinen Umsatz an, bieten dir Möglichkeiten für präzise, zielgerichtete Werbung, sie verbessern deine Bekanntheit und dein Image und mit einem prompten Service schaffst du Vertrauen. Auch mehrere parallel laufende Landing Pages sind möglich, sobald du etwas Erfahrung gesammelt hast. Nur wenige andere Online Marketing Methoden bieten dir solche Gelegenheiten, deine Kunden besser zu verstehen und dich ihnen als verlässlicher Kontakt zu präsentieren.



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